Athletinnen und Athleten von Innsbruck 2012 lernen Umgang mit Medien
21. Jänner 2012
Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele sind nicht nur ein Ort für Wettkämpfe, sondern ein Ort, an dem Jugendliche fürs Leben lernen.
Für junge Athletinnen und Athleten mit dem Ziel, zukünftige Olympioniken zu werden, ist der Umgang mit den Medien ein heikles Thema.
Der Media-Lab-Workshop ist Teil des Kultur- und Bildungsprogramms der Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspiele und soll den Athletinnen und Athleten verschiedene Arten von Medien vorstellen. Dabei sollen sie lernen, wie man sich ein tadelloses Image in den Medien aufbaut.
Das Media Lab ist ein praxisnahes Projekt, in dem die jungen Teilnehmenden selbst Medieninhalte gestalten und verschiedene Aspekte der Medien kennenlernen können, von Videos bis zum Fernsehen, von Fotos bis hin zu Sozialen Medien.
Seit Beginn der Spiele haben ca. 50 Athletinnen und Athleten am TV-Workshop teilgenommen, wo Trainingsstunden zu Interviewtechniken angeboten werden.
Margit Bacher und Florian Rudig aus Österreich leiten diese Unterrichtsstunden als Medientrainer.
Da die meisten Nachwuchstalente vor der Kamera und wenn sie ein Mikrofon benutzen nervös sind, ist es Bachers und Rudigs Ziel, ihnen mehr Selbstvertrauen zu geben.
„Seid nicht nervös, ihr steht hier im Mittelpunkt, weil ihr diejenigen seid, die die Medien interviewen wollen. Niemand kennt die Lage besser als ihr. Bleibt ganz gelassen“, so Rudig, ein früherer TV-Reporter im Österreichischen Nationalfernsehsender (ORF).
„Seid ehrlich“, rät Margit Bacher. „Ja- oder Neinantworten wollen die Journalisten nicht hören. Sie wollen Details und die Emotionen der Athletinnen und Athleten einfangen.“
Bacher versuchen den Sportlerinnen und Sportlern auch ihre Angst vor den Journalisten zu nehmen. „Die Journalisten beißen nicht“, sagt sie.
Während der Übungsstunde üben die Teilnehmenden die Interviewsituation mit den Medientrainern als Journalisten. Anschließend werden die Interviews abgespielt und analysiert, so dass den Teilnehmenden nützliche Verbesserungsvorschläge gegeben werden können.
Rudig schließt die Stunde mit ein paar Tipps ab. „Seid vor den Medien nicht arrogant sondern selbstbewusst; geht noch einmal durch, was ihr die Medien wissen lassen wollt und bereitet euch im Vorhinein auf das Interview vor.“
„Arbeitet mit eurer Körpersprache, lächelt und seid immer positiv“, rät Bacher.
Bacher warnt die Athletinnen und Athleten, vor den Medien vorsichtig zu sein. „Ihr müsst nicht alle Fragen der Medien beantworten und ihr müsst keine Details über euer Privatleben preisgeben, von denen ihr nicht wollt, dass sie in der Öffentlichkeit bekannt werden.“
Katharina Althaus (GER), die Silbermedaillengewinnerin im Skispringen der Frauen in Innsbruck, zeigt sich vom Medientraining, an dem sie bereits teilgenommen hat, beeindruckt.


