Chinesisches Paar feiert Eiskunstlaufsieg mit Softdrinks
Nach ihrem Sieg in der Paarlauf-Kür bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen scherzte Yang Jin (CHN), dass seine Partnerin Xiaoyu Yu (CHN) nun so viele Softdrinks trinken könne wie sie wolle.
Das chinesische Paar gewann den Bewerb im Olympic Ice Stadium am Montag mit 153,82 Punkten vor zwei russischen Paaren – Lina Fedorova und Maxim Mirokshin (134,19 Punkte) bzw. Anastasia Dolidze und Vadim Ivanov (112,72 Punkte).
Im anspruchsvollen Programm musste Jin seine Partnerin mehrmals hoch in die Luft heben. Danach scherzte er: „Normalerweise sage ich ihr, dass sie [Yu] nur einen Softdrink am Tag trinken darf. Heute kann sie aber so viele trinken wie sie will.”
Nachdem ihr Traum von einer Goldmedaille bei den Jugend-Winterspielen in Erfüllung gegangen war, wusste Yu gleich, wie sie diesen besonderen Tag feiern will: „Ich werde mich mit Yoggl ablichten lassen.”
Insgesamt zeigten sich die jungen Eiskunstläufer, die beide in Harbin trainieren und leben, mit ihrer Leistung zufrieden.
„Es ist wirklich gut gelaufen“, so Jin. „Toll, dass Yu mit dem Druck so gut umgegangen ist, dass wir als einziges Paar aus China angetreten sind.“
Beim Versuch eines Doppelsprungs kam Yu zwar zum Sturz, doch sie war schnell wieder auf den Beinen und gut unterwegs.
„Da war ich beim ersten Sprung einfach zu langsam unterwegs“, erklärte sie. „Deswegen hatte ich Probleme beim zweiten.“
Das Duo gleitet bereits seit zwei Jahren als Eiskunstlauf-Paar über das Eis und will in Zukunft noch besser werden.
„Das Ziel dieser Spiele war für uns, die anderen Athleten zu beobachten und möglichst viel zu lernen“, so Jin. „Wir müssen noch sehr viel tun, bis wir auf dem Niveau der besten chinesischen Eiskunstläufer sind.“
„Dafür müssen wir an der Technik und an der Präsentation arbeiten. Wir müssen aber auch schneller werden und allgemein eine bessere Qualität in unserem Programm erreichen.“
Silbermedaillen-Gewinner Mirokshin freute sich sehr über Platz zwei.
„Wir wollten heute unser Bestes geben. Mit den Chinesen vergleichen wir uns gar nicht – sie haben so viel Erfahrung und sind so stark. Wir wollten einfach Spaß haben”, erklärte er.
Für Bronzemedaillen-Gewinner Ivanov wurde das chinesische Paar mit dem Sieg seiner Favoritenrolle gerecht.
„Die Chinesen trainieren länger als wir und hatten dementsprechend komplexere Elemente im Programm“, so der Russe. „Das hier ist erst unser zweites Turnier. Wir freuen uns also, dass wir so gut abgeschnitten haben.“
„Das andere russische Paar im Bewerb hat mehr Erfahrung und ist stärker. Im Gesamtranking sind wir im Moment zwar nicht so weit oben, aber wir sind einfach froh, dass alles so gut gelaufen ist. Ich kann im Moment gar nicht fassen, dass wir Platz drei belegt haben!“
YIS el/rm


