Curlerin Schnabel (AUT) zeigt Engagement für ihr Heimatland
19. Jänner 2012
Curlerin Camilla Schnabel (AUT) zeigt unglaublich viel Engagement als Teilnehmerin der Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspiele für Österreich – ihre Flugmeilen beweisen das.
Schnabel lebt in Schweden, einem Land mit langer Curling-Tradition, aber sie vertritt hier in Innsbruck Österreich, wo ihre Mutter geboren wurde.
Die 17-Jährige hat großen Einsatz für ihr Team gezeigt, indem sie im letzten Jahr einmal pro Monat nach Österreich flog, um mit ihren Teamkolleginnen auf österreichischem Eis zu trainieren.
„Nicht jeder würde tun, was sie getan hat“, so Österreichs Curling-Trainer Rodger Schmidt, der sowohl den kanadischen als auch den deutschen Pass hat.
Schnabel sieht die regelmäßigen Abstecher nach Österreich jedoch gelassen. Den Sport ausüben zu dürfen, den sie über alles liebt, ist dabei sicher eine große Antriebskraft.
„Es ist gar nicht so weit“, sagt sie über den Flug. „Und manche Sachen haben wir auch über das Internet besprochen. Ich mag Curling einfach.“
„Jedes Spiel ist so anders. Man steht immer neuen Herausforderungen gegenüber. Die Steine sind nie gleich und das Eis ist immer anders. Es ist ein Mannschaftssport, das heißt man braucht vier Spieler, um einen Spielzug zu spielen“, fügt sie hinzu.
Es gibt eine Curling-Anlage in der Nähe ihres Zuhauses in Schweden, die vier Übungsflächen aufweist. Das ist die doppelte Anzahl an Eisflächen wie in Österreich.
Obwohl es in Österreich weniger Anlagen gibt, fand Schnabel, dass die Vorbereitung für Innsbruck 2012 erstklassig war.
„Ich finde, dass das Training in Österreich besser organisiert ist“, meint sie. „Man bekommt mehr Hilfe von den Trainern.“
Schnabel wird am Freitag beim gemischten Doppelbewerb in der Messe Innsbruck spielen und wurde ironischerweise Jordan Wahlin aus Schweden zugeteilt.


