Engländerin Ward (GBR) will Jugendliche in ihrer Heimat für Curling begeistern
18. Jänner 2012
Mit ihrer Teilnahme an den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen will Angharad Ward (GBR) junge Menschen in ihrer Wahlheimat England für Curling begeistern.
Ward ist die erste Engländerin, die für das britische Team im Curling bei Olympischen Spielen an den Start geht – bisher war das britische Team fest in schottischer Hand.
Bereits im Dezember 2011 sorgte die 16-Jährige für Schlagzeilen, als sie bei den Europameisterschaften in Moskau erstmals in der Geschichte des Sports England auf der höchsten Ebene des Curling-Sports vertrat.
Die junge Athletin ist in Kanada aufgewachsen, wo Curling sehr beliebt ist, und zog erst vor 18 Monaten nach England.
Nichtsdestotrotz ist sie mächtig stolz, als erste Engländerin der Geschichte bei einem olympischen Curling-Bewerb Großbritannien zu vertreten. Mit ihrer Teilnahme an den Spielen will sie andere junge Menschen inspirieren.
„Ich freue mich total und bin ziemlich stolz, dass ich die erste Engländerin im Team bin. Hoffentlich kann ich andere Engländerinnen und Engländer für die Sportart begeistern“, sagt sie.
Curling hat zwar keine große Tradition in England, doch Angharad Ward und ihre Familie wohnen ganz in der Nähe der einzigen richtigen Curling-Eishalle des Landes, in der ostenglischen Grafschaft Kent.
„Ich habe wirklich Glück, dass die Eishalle nur 15 Minuten von meinem Haus entfernt liegt. Geplant war das nicht, aber es ist definitiv ein Bonus. Als wir von dem Curling-Platz erfuhren, waren wir also richtig glücklich.“
Die Chance, Großbritannien bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen zu vertreten, ist ein einmaliges Erlebnis, und Ward erinnert sich an den Moment, als sie per Telefon über ihre Nominierung informiert wurde.
„Ich bin einfach ausgeflippt und überall im Zimmer herumgesprungen“, erinnert sie sich.
Ihre Einberufung in den Kader sieht sie auch als die Bestätigung, dass ihre Entscheidung im jungen Alter in Kanada die richtige war.
Ward is in Hudson‘s Hope aufgewachsen, einer Kleinstadt mit einem Curling-Platz an einem Ende der Hauptstraße, einem Eishockeyplatz am anderen Ende – und einem Café dazwischen.
„Ich war total sportbegeistert und auf der Suche nach einer Sportart für den Winter“, erklärt sie. „Ich hatte die Wahl zwischen Eishockey und Curling – und meine Mutter war ziemlich dagegen, dass ich Eishockey spiele!“
„Curling ist eine tolle Sportart und sehr interessant. Geschicktes Taktieren spielt eine große Rolle.“
Während die Eishalle in Kent lediglich über drei Curling-Plätze verfügt, gibt es in Schottland eine viel größere Auswahl an Trainingsmöglichkeiten.
„Es wäre schon toll, wenn wir mehr Plätze hätten“, sagt Ward, und fügt hinzu: „Schließlich ist es ein weiter Weg nach Schottland.“


