Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Innsbruck 2012 und Kilgray bei den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen
13. Februar 2012
Im Rahmen der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele, die zwischen 13. und 22. Jänner 2012 in Innsbruck, Seefeld and Kühtai stattfanden, setzte das Organisationskomitee die aktuelle Version der Translation Memory Software memoQ der Firma Kilgray ein, um das große Volumen an Übersetzungen zu bewältigen. Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit waren die entscheidenden Kriterien für die Zusammenarbeit mit dem ungarischen Software-Entwickler.
„Von allen TM-System auf dem Markt war memoQ die Software-Lösung, die unseren Bedürfnissen am besten entsprach“, so Language Services Manager Daniela Rodriguez Bonelli. Im Vorfeld der Spiele mussten sämtliche Publikationen sowohl in englischer als auch in französischer Sprache – den beiden offiziellen Sprachen des Internationalen Olympischen Komitees – verfügbar gemacht werden. Außerdem war das Team bestehend aus festen ÜbersetzerInnen und PraktinantInnen dafür zuständig, alle Presseaussendungen sowie den gesamten Inhalt der offiziellen Website (www.innsbruck2012.com) ins Englische, Französische und Deutsche zu übersetzen, um auch die lokale Bevölkerung in diese 1. Olympischen Jugend-Winterspiele der Geschichte einzubinden.
Bei der Terminologiearbeit spielte memoQ ebenfalls eine wichtige Rolle. So konnte beispielsweise eine einheitliche Verwendung sowohl bereits bestehender als auch neuer Olympia-Termini gewährleistet werden. „Dem IOC war es natürlich wichtig, dass die existierende Terminologie der Olympischen Spiele korrekt eingesetzt wurde. Gleichzeitig mussten wir oft eigene Termini schaffen; dies war vor allem im Deutschen der Fall, denn die letzten Olympischen Spiele in einem deutschsprachigen Land fanden hier in Innsbruck im Jahr 1976 statt. Dementsprechend war ein Großteil der neueren Olympia-Terminologie auf Deutsch praktisch nicht vorhanden. Nach Festlegung der offiziellen Termini ermöglichte memoQ schließlich deren einheitliche Handhabung“, unterstreicht Thomas Timlin, Senior Translator und memoQ-Projektmanager bei Innsbruck 2012, die Vorteile der TM-Software.
Während der Spiele übersetzte das Team (darunter drei Übersetzerinnen, die von ihrem Arbeitsplatz im Main Press Centre aus einen externen Zugang zum zentralen memoQ-Server hatten) bis zu zwanzig Artikel am Tag rund um die Bewerbe und Ergebnisse der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele, die IOC-Präsident bei der Schlussfeier am 22. Jänner als „überaus erfrischend“ bezeichnete. Im Laufe der zehn Tage wurden insgesamt 462 Seiten (121.645 Wörter) Ausgangstext übersetzt, vorwiegend aus dem Englischen ins Deutsche und ins Französische. Seit der Einführung des memoQ-Systems im Sommer 2011 hat das Team von Language Services nicht weniger als 2.372 Seiten (965.632 Wörter) übersetzt, darunter zentrale Dokumente wie das 150 Seiten umfassende Chefs de Mission Manual.
Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele sind mittlerweile zwar vorbei, doch es müssen noch einige wichtige Dokumente Korrektur gelesen und übersetzt werden, nicht zuletzt der Official Final Report. Rodriguez Bonelli blickt der letzten großen Herausforderung allerdings gelassen entgegen: „Wir haben mit memoQ bereits so viele Dokumente im Rahmen der Spiele übersetzt, dass sich die Übersetzung des Official Final Report dank memoQ sehr schnell und effizient gestalten wird.“

