1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Im Rausch der Geschwindigkeit

20. Jänner 2012

​Zwei Helden aus dem Eiskanal – der deutsche Rennrodler Alexander Resch und der Schweizer Bobfahrer Ivo Rüegg – standen im Rahmen der „Meet the Role Model – German Session“ für Fragen rund um ihre Erfahrungen im Profisport zur Verfügung. So erfolgreich beide Sportler in ihren Disziplinen auch waren, so unterschiedlich war der Weg, der sie dorthin gebracht hat.

Alexander Resch fand über den Schulsport bereits mit acht Jahren zum Rodelsport. 1990 trat er dann in den Rodelverein ein. Seither bestimmt Rodeln sein Leben. Besonders im Doppelsitzer konnte er mit seinem Partner Patric-Fritz Leitner konstant gute Ergebnisse erzielen: 8 Mal Weltmeister im Doppelsitzer (1999, 2000, 2001, 2003, 2 x 2004 und 2 x 2007), Olympisches Gold in Salt Lake City 2002 und zum Abschluss seiner Karriere noch einmal Bronze in Vancouver 2010. Auch heute unterstützt er aktiv die Rodelgemeinschaft, zum Beispiel bei der Organisation des Rodel-Weltcups am Königssee, von wo aus er direkt nach Innsbruck gefahren ist.

Ivo Rüegg hingegen startete seine Sportkarriere 1995 im Skirennsport und bestritt Wettbewerbe im Europacup. Aufgrund von Rückenproblemen musste er sich aus diesem Sport zurückziehen und widmete sich dann zunächst der Leichtathletik. Aber die Sehnsucht nach der Geschwindigkeit ließ ihn nicht los und so kam er mit 24 Jahren zum Bobfahren. Dort wurde er zweimal Weltmeister (2007 und 2009) und konnte sich auch zweimal für Olympia qualifizieren (2006 und 2010), wo er nur knapp die Medaillenränge verfehlte. Eine olympische Medaille war für ihn immer ein großer Traum, der leider ein Traum bleiben wird. Durch seine Sportkarriere hat er viele Fähigkeiten wie Teamgeist, Zielstrebigkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen erworben. Davon können er und sein ehemaliger Sponsor, der ihm eine Anstellung angeboten hat, heute profitieren.

Beide Sportler verbindet auch heute noch die Faszination für die Geschwindigkeit. „140 km/h sind toll, aber bereits ab 150 km/h kann ein kleiner Fehler schwerwiegende Folgen haben“, erklärt Alexander Resch.

„Gerade für junge Sportler kann es gar nicht schnell genug sein, doch die immer schnelleren Materialien und immer besseren Eiskanäle steigern das Tempo bis zu einem Punkt, an dem es kaum mehr kontrollierbar ist. Deshalb ist es wichtig, dass die Funktionäre die Verantwortung für ihre Sportler übernehmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen setzen“, so Ivo Ruegg.

„Neue Impulse kann der Sport durch interessantere Kurvenführung oder bessere Kameratechnik setzen, die spektakulärere Aufnahmen für die Zuschauer liefern“, so Alexander Resch abschließend.

Meet the Role Model – German Session

Wertvolle Tipps für die jungen Athletinnen und Athleten bei der deutschsprachigen Session von „Meet the Role Model“ im Congress Innsbruck.