1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

IOC-Präsident Rogge sagt den Olympischen Jugendspielen eine glänzende Zukunft voraus

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Jacques Rogge (BEL) betonte, dass den Olympischen Jugendspielen eine „glänzende“ Zukunft bevorstehe, nachdem er die Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspiele bei einer Pressekonferenz am Sonntag als „exzellent“ beschrieben hatte.

Seine Zuversicht rühre vom Erfolg der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele her, die vom 13. bis zum 22. Jänner in Innsbruck abgehalten wurden.

„Ich kann sagen, dass die Spiele exzellent waren. Das Organisationskomitee hat tolle Arbeit geleistet, die Athletinnen und Athleten waren glücklich und wir haben hervorragende sportliche Leistungen gesehen“, so Rogge im Congress Innsbruck.

Mehr als 110.000 Zuschauer verfolgten die Bewerbe mit, wobei 18.914 bei den Eishockeybewerben waren, 6.682 beim Eiskunstlauf, 4.544 bei den Skibewerben, 34.000 in der Medals Plaza und 15.000 bei der Eröffnungsfeier.

Mehr als 66 Prozent der Athletinnen und Athleten nahmen regelmäßig am Kultur- und Bildungsprogramm (CEP) teil, bei dem besonderes Augenmerk darauf gelegt wurde, den jungen Sportlern und Sportlerinnen das Problem des Dopings und dessen Gefahren vor Augen zu führen.

Nicht weniger als 900 MedienvertreterInnen waren in Innsbruck präsent und die offizielle Webseite www.innsbruck2012.com wurde 4,7 Millionen Mal während der Spiele aufgerufen.

Peter Bayer, Geschäftsführer des Organisationskomitees, war ebenso mit dem Verlauf der Spiele zufrieden, von der Organisation bis zum Sport selbst.

„Ich bin heute sehr zufrieden“, so Bayer.

„Wir packten die Herausforderung, die Spiele zu organisieren voller Enthusiasmus an und alle hatten von Anfang an bei der Arbeit ein Lächeln im Gesicht.“

Bayer erkannte die wichtige Rolle, die die Volunteers für den Erfolg der Spiele innehatten, an. „Nur wenige haben ihren Job hingeschmissen, was ihre Hingabe und ihre Faszination für dieses Ereignis bezeugt.“

Die Menschen im Gastgeberland waren laut Bayer ebenfalls ausschlaggebend für den Erfolg von Innsbruck 2012.

„Es war toll zu sehen wie die Österreicher und Österreicherinnen die Atmosphäre aufgenommen haben und bei den Olympischen Jugendspielen dabei waren, wie die Zahlen zeigen.“

„Wir wollten ein gutes und freundliches Gastgeberland sein. Und ich denke das haben wir geschafft. Innsbruck, Tirol und Österreich haben sich von ihrer besten Seite gezeigt“, so Bayer.

„Wir haben ein unglaubliches Feedback von unseren Gästen erhalten. Sie haben uns alle Bestnoten gegeben. Darauf können wir zu Recht stolz sein.“

Rogge zeigte sich insbesondere von den neuen Sportformaten erfreut, die in Innsbruck ihr olympisches Debüt feierten.

„Die Athletinnen und Athleten mochten die gemischten nationenübergreifenden, gemischtgeschlechtlichen und sportartenübergreifenden Veranstaltungen“, sagte er.

„Mit der Zeit werden manche Veranstaltungen, die bei den Olympischen Jugendspielen stattgefunden haben, nach und nach in die traditionellen Spiele aufgenommen werden. In Sotschi [2014 Olympische Winterspiele] werden wir bereits einige wiedersehen.“

Darunter fallen die Formate Ski Halfpipe (Männer und Frauen), Frauenskispringen, Biathlon, Staffelrennen (gemischt), Teambewerb Eiskunstlauf and Kunstbahnrodeln, Staffelrennen.

In ähnlicher Weise plant Rogge, das Kultur- und Bildungsprogramm auf die traditionellen Spiele auszuweiten.

„Nach zwei sehr guten ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur 2010 und in Innsbruck“ ist Rogge davon überzeugt, dass „das Konzept Sport, Kultur und Bildung zu verbinden von den Verbänden und Athleten und Athletinnen gut akzeptiert wird.“

„Ich werde es auf jeden Fall in Erwägung ziehen, das Kultur- und Bildungsprogramm bei den traditionellen Spielen einzuführen. Aber natürlich müssen wir es an das Alter der Wettkämpfer und Wettkämpferinnen anpassen, das zwischen 23 und 25 Jahren liegt.“

Das CEP bei den traditionellen Spielen würde auf denselben Werten wie bei den Jugendspielen basieren - Doping und die Bedeutung, sich ein berufliches und soziales Leben nach der Sportlerkarriere aufzubauen.

„Diese Dinge möchte ich nach und nach [bei den traditionellen Spielen] einführen. Für London 2012 war es schon zu spät, aber ich würde mich über ein Kultur- und Bildungsprogramm in Rio 2016 freuen.“

Angesichts der Tatsache, dass die nächsten Olympischen Jugendspiele in Nanjing [2014] und Lillehammer [2016] stattfinden werden, bemerkte Rogge, dass die Spiele auch weiterhin in kleineren oder mittelgroßen Städten abgehalten werden würden.

„Wir möchten Städte, die auf bestehende Installationen zurückgreifen können, wir wollen nicht, dass sie zusätzliche Sportstätten bauen müssen. Und wir wollen keine Stadien mit riesigen Zuschauerkapazitäten. Wir ziehen kleine, volle Stadien vor, weil die Stimmung sehr wichtig ist“, so Rogge.

Auf die Frage nach den Gesamtkosten der Spiele in Innsbruck antwortete Rogge, dass „das Geschäftsmodell der YOG keines ist, das Profit macht. Wir sind nicht hier, um Geld zu verdienen. Wir sind hier, um in die Jugend zu investieren.“

Final Press Conference

Präsident des österreichischen Nationalen Olympischen Komitees Karl Stoss, Geschäftsführer Peter Bayer, IOC-Präsident Jacques Rogge und der Gastgeber der Konferenz Adams auf dem Podium (von links nach rechts) bei der abschließenden Pressekonferenz der Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspiele.