Italiener holen Gold beim Rodeln im Doppelsitzerbewerb der Männer
16. Jänner 2012
Florian Gruber und Simon Kainzwaldner (IT) fühlten sich im Olympic Sliding Centre Innsbruck gleich wie zu Hause, als sie beim Rodeln im Doppelsitzerbewerb der Männer am 16. Jänner die Goldmedaille einfuhren.
Die Italiener gewannen mit einer Zeit von 1 min 25,194 s, dicht gefolgt von den Deutschen Tim Brendl und Florian Funk, die mit einer Zeit von 1:25.358 Silber holten und den US-Amerikanern Ty Andersen und Pat Edmunds die sich mit 1:25.766 die Bronzemedaille schnappten.
„Wir könnten diese Bahn eigentlich unsere Hausbahn nennen“, so Kainzwalder. Er erklärte, dass er und sein Rodelpartner aufgrund der Nähe zu ihren Heimatstädten und den wenigen Rodelbahnen in Norditalien mehr in Igls als sonstwo trainiert haben.
Gruber stammt aus Bressanone und Kainzwaldner aus Villandro/Villanders, beides Städte mit guter Anbindung zu Innsbruck.
Das Paar hatte bei jeder Zwischenzeit Bestzeit und konnte die Linie in Kurve acht und neun am besten halten.
„Kurve acht und neun sind normalerweise sehr problematisch, aber heute waren wir richtig gut“, so Gruber, der Front- und Steuermann.
Das ist der erste Sieg im Doppelsitzer in diesem einen Jahr, in dem die beiden zusammen trainieren.
„Wir sind es recht langsam angegangen und wussten, dass unsere Mitstreiter gut sind, aber wir wussten auch, dass wir auch gut sind. Also haben wir uns nicht verrückt gemacht“, so Kainzwaldner.
„Nach dem ersten Lauf wussten wir, dass wir an 1. Stelle lagen. Deshalb waren wir sehr gelassen.“
Der Italiener war auch begeistert von der Anzahl der Fans die nach Innsbruck gereist sind, um sie zu unterstützen.
„Sie sind mit uns mitgekommen und es ist einfach unglaublich, dass wir dann auch noch die Goldmedaille gewonnen haben“, so Kainzwaldner. „Ich hoffe, dass unser Land sich über unseren Sieg freut. „Für uns persönlich ist es ein großer Erfolg.“
Für den Silbermedaillengewinner Brendl ist der Tag nicht ganz nach Plan verlaufen.
„Es ist ein ziemlich gutes Gefühl. Wir hatten aber eigentlich auf die Goldmedaille gehofft“, erklärt er. „Aber wir sind natürlich auch glücklich über Silber.“
Andersen und Edmunds bilden ein weiteres Paar, das erst seit einem Jahr gemeinsam trainiert.
Wir sind extra für die Olympischen Jugendspiele so zusammengebracht worden“, erläutert Edmunds. „Darin lag das Hauptaugenmerk und das war jetzt auch für uns. Ich bin wirklich froh, dass wir hier eine Medaille gewinnen konnten.“


