Kanadische Eishockey-Männer holen Bronze dank Torregen im zweiten Drittel
Kanada schoss in den ersten vier Minuten des zweiten Drittels vier Tore, was den 7:5 Sieg gegen die USA im kleinen Finale im Eishockey der Männer bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen am Samstag einleitete.
Die Kanadier führten 3:2 und erstaunten die Amerikaner mit ihrem offensiven Spiel. Auch Torhüter Logan Halladay (USA) tat seinem Team keinen Gefallen, indem er zu viele Rebounds zuließ, und dafür auch von den Kanadiern sofort bestraft wurde.
Die USA holten zwar im dritten Drittel drei Tore auf und konnten Kanadas Führung so auf zwei Tore verringern, danach gelang ihnen aber kein Tor mehr.
„Uns ist der Saft ausgegangen“, so Kanadas Mannschaftskapitän Joseph Hicketts.
„Uns ging im falschen Moment die Puste aus“, erklärt Ryan Gropp (CAN), der drei Tore schoss.
Beide Mannschaften hatten zuvor Niederlagen im Halbfinale eingesteckt, aber kämpften hart um die Bronzemedaille. Dabei lieferten sie den 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauern ein tempogeladenes, bisweilen chaotisches, Match.
Als die USA zum Rückschlag ansetzten und das 7:5 herbeiführten, gelang es den Kanadiern plötzlich besser, den Puck zu schützen.
„Bronze ist gut“, sagt Hicketts. „Wir hatten auf mehr gehofft, aber es ist besser als mit leeren Händen nach Hause zu gehen.“
„Vor dem Spiel sagte unser Trainer, dass nur zwei Mannschaft an diesem Wochenende glücklich sein würden, diejenige die Gold gewinnen würde und diejenige die sich Bronze sicher könne. Wir sind glücklich“, fügt Hicketts hinzu.
„Wir hätten uns einen anderen Ausgang gewünscht“, so Nicholas Magyar (USA).
Die Spieler beider Seiten werden jedoch mit großartigen Erinnerungen an die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele nach Hause fahren.
„Es war eine großartige Erfahrung“, so Hicketts. „Ich habe noch nie auf einem solchen Niveau gespielt. Kanada auf der internationalen Bühne zu vertreten ist toll.“
„Ich bin stolz darauf, das kanadische Trikot tragen zu dürfen. Hockey ist das Spiel der Kanadier und heute hier eine Medaille zu holen gibt uns das Gefühl, etwas geleistet zu haben und erreicht zu haben, wofür wir hergekommen sind. Klar, es ist kein Gold, aber wir haben unser letztes Spiel gewonnen und das fühlt sich toll an.“
Auf die Frage nach den Veranstaltungen, die abseits des Eises stattfanden, fällt Hicketts sofort ein Trommel-Workshop des Innsbruck 2012 Kultur- und Bildungsprogramm (CEP) ein.
„Unser Kopf schmerzte ganz schön am nächsten Morgen“, sagte er. „Viele Leute nahmen die CEP-Workshops sehr ernst.“
YIS aa/rm


