Muirhead-Geschwister lernen die Kunst des Curlings voneinander
20. Jänner 2012
Eve und Thomas Muirhead (GBR) versuchen, die Besten einer Curling-Dynastie zu sein.
Die Geschwister sind in demselben Sport erfolgreich, wie auch ihr Vater Gordon, der Curling-Weltmeister war.
„Er hat uns nie dazu gedrängt. Wenn wir Lust hatten zu spielen, spielten wir. Ich glaube, das ist sehr wichtig. Junge Menschen können nicht zu einem Sport gezwungen werden. Wir beide lieben was wir tun“, so Eva Muirhead.
Thomas Muirhead hat neben seinem Vater noch ein Vorbild, dem er nacheifert. Seine Schwester ist 21, fünf Jahre älter als er.
„Sie ist schon von klein auf sehr erfolgreich gewesen und ich will dasselbe erreichen.“
Eve Muirhead ist vierfache Junioren-Weltmeisterin im Curling, holte Silber bei den Senioren-Weltmeisterschaften und vertrat Großbritannien bei den Olympischen Winterspielen 2012 in Vancouver.
Bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen ist sie Athlete Role Model.
Ihr Bruder nimmt an den Spielen teil. Er ist im britischen Curling-Team und genießt die Erfahrung.
„Es ist eine großartige Erfahrung, bei Olympischen Spielen dabei zu sein, und im Olympischen Jugenddorf zu wohnen ist einfach klasse. Das ist alles neu für mich – die Presse, die ständig dabei ist, und das Zusammenleben mit anderen Sportlerinnen und Sportlern“, so Muirhead.
Auch Eve Muirhead glaubt, dass die Olympischen Jugendspiele eine große Chance für junge Athletinnen und Athleten sind.
„Wenn ich früher die Möglichkeit gehabt hätte, bei den Olympischen Jugendspielen dabei zu sein, hätte ich die Herausforderung ganz sicher angenommen“, erzählt sie.
„Bei den Olympischen Spielen kann man so viel Erfahrung sammeln, nicht nur bei den Bewerben, sondern man lernt vom olympischen Umfeld allgemein.“
Die beiden spielen und trainieren zusammen. Eve Muirhead erzählt weiter: „Wir lernen jeden Tag voneinander. Es gibt immer etwas, das man verbessern oder lernen möchte, nicht nur um zu gewinnen. Man muss auch lernen zu verlieren.“
Thomas meint: „Es ist wirklich gut, diese Möglichkeit zu haben. Ich kann mit ihr sprechen wie mit keinem anderen Sportler. Wir fragen einander um Rat.“
Lachend erzählt Thomas, dass seine Schwester die Beste in der Familie sein möchte, deshalb will er sie unbedingt schlagen.
„Wir versuchen immer, besser als der andere zu sein. Das ist ein gutes Ziel, denn dabei werden wir beide immer besser.“
Er bewundert seine Schwester, weil sie so gut mit Druck umgehen kann. „Mir gefällt, dass sie gut spielen kann, wenn viel davon abhängt. Das konnte sie schon als sie noch sehr jung war.“
Aber auch sie hätte eine gerne eine von Thomas‘ Fähigkeiten: „Männer können den Stein mit mehr Kraft werfen als Frauen. Ich arbeite daran, den Stein kräftiger werfen zu können. Das hätte ich gerne von ihm, aber man erreicht das nur mit hartem Training. Wenn ich dieses Ziel erreichen könnte, wäre es für eine Frau eine starke Waffe.“


