Portyk (CZE) gewinnt Einzelbewerb der Männer in der Nordischen Kombination dank starker Leistung im Langlauf
Seefeld, 15. Jänner
Ein starker Auftritt im Langlauf sicherte Tomas Portyk (CZE) die Goldmedaille beim heutigen Einzelbewerb der Männer in der Nordischen Kombination bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen.
Nach einem 10 km langen Rennen war Portyk erschöpft aber überglücklich, die Goldmedaille mit einer Zeit von 26 Minuten und 31,4 Sekunden entgegenzunehmen.
„Es ist ein gutes Gefühl, hier gewonnen zu haben. Ich bin so glücklich. Das Rennen war sehr schwierig und anspruchsvoll“, so Portyk.
„Ich habe die ganze Saison über trainiert und mich auf diesen Bewerb vorbereitet, ich bin sehr glücklich, dass es sich gelohnt hat.“
Ikka Herola (FIN) holte sich die Silbermedaille 2,8 s hinter Portyk. Bronze gewann Go Yamamoto (JPN) mit einem Rückstand von 8,5 s auf den Sieger.
In der als „Gundersen" (oder Verfolgungsstart) bekannten Disziplin, legt das Ergebnis des Springens die Startreihenfolge für das Langlaufen fest, wobei die Athleten mit einem Sekunden- oder Minuten-Rückstand auf den besten Springer starten. Der Rückstand hängt dabei von den im Skispringen erreichten Punkten ab.
Der Gewinner der nordischen Kombination ist der Athlet, der als Erster die Ziellinie im Langlaufen überquert.
Tom Lubitz (GER) startete als Erster im Langlaufbewerb, nach einem starken Sprung mit einer Weite von 78 m und einer Punktezahl von 137,5.
Nach dem Skispringen war er noch zuversichtlich, dass er mit seinem Vorsprung Gold gewinnen könnte.
„Ich fühle mich großartig“, sagte er. „Ich hatte einen guten Sprung und meine Ausrüstung funktioniert gut, also ist alles bestens. Ich hoffe, beim Langlaufen klappt auch alles.“
Lubitz wurde lautstark von den zahlreich erschienen deutschen Fans auch aus seiner eigenen Familie unterstützt und führte bis zur Hälfte der Strecke. Dann aber zeigte sich Portyks Stärke und er übernahm von da an die Führung.
Portyk startete im Langlaufen als Fünfter, mit etwa 31 s Rückstand auf Lubitz.
Der Silbermedaillengewinner Herola versuchte gegen Ende, Druck auf Portyk auszuüben und verfolgte ihn mit nur 0,9 s Rückstand bei Kilometer 7,5, aber er konnte nicht mit ihm mithalten.
„Er [Portyk] war besser als ich, besonders beim letzten Hügel“, so Herola. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber es war nicht genug.“
Yamamoto (JPN) startete, nach einem Sprung von 75,5 m im Skisprungbewerb, 20 s hinter Lubitz. Sara Takanashi (JPN), die Gold beim Skisprungbewerb der Frauen gewonnen hatte, war ebenfalls unter den Zuschauern.
Lokalfavorit Paul Gerstgraser (AUT) war nach dem Skispringen auf Platz zwölf. Er ist als guter Langläufer bekannt, konnte aber seinen Heimvorteil nicht nutzen und musste sich mit einem achten Platz zufrieden geben.


