Preuss (GER) holt Gold im Damenbiathlon über 6 Kilometer
15. Jänner 2012
Franziska Preuss (GER) gewann die Goldmedaille im Damenbiathlon über sechs Kilometer und zeigte bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen am Sonntag auf beeindruckende Weise, wie man unter Druck einen kühlen Kopf bewahrt.
Unter einem strahlend blauen Himmel beendete Preuss den Biathlon mit einer Zeit von 17 min 27,7 s in der Seefeld Arena und verfehlte dabei nur einen Schuss.
Galina Vishnevskaya (KAZ) gewann mit 17:55,2 die Silbermedaille und Uliana Kaysheva (RUS) holte sich mit einer Zeit von 18:00,9 die Bronzemedaille.
Die 17-jährige Preuss, die den Biathlonsport erst vor drei Jahren für sich entdeckte und zuvor weder Erfahrung mit dem Schießen noch mit dem Langlaufen gemacht hatte, ging als heiße Medaillenanwärterin in den Bewerb. Das liegt auch teilweise an Deutschlands Geschichte als führende Nation in dieser Disziplin.
Sie war weitaus beherrschter, als es ihr Alter vermuten ließe, und strengte sich an, um ihren einzigen Fehlschuss aus einer stehenden Position auszugleichen.
„Ich habe mir selbst gesagt ‚Jetzt muss ich aber schnell sein, sonst gewinne ich keine Medaille‘ “, so Preuss.
„Ich konnte meine Trainer rufen hören ‚Lauf! Lauf! Lauf!‘ und das hab ich dann auch gemacht und ich kann nicht glauben, dass ich die Goldmedaille wirklich gewonnen habe.“
Preuss, die auch am 7,5 Kilometer-Rennen der Damen teilnehmen wird, wird ihren Sieg nicht zu ausgiebig feiern, aber meint, dass sie sich schon auf die Siegerehrung am Sonntagabend freue.
Als Preuss nach ihren Chancen auf einen Podestplatz beim 7,5 Kilometer-Rennen am Montag gefragt wurde, gab sie sich vorsichtig optimistisch. Sie sagt sie genieße ihren Moment und sie werde beim Rennen einfach „mal sehen“.
Die Silbermedaillengewinnerin Vishnevskaya gab zu, dass der Bewerb zermürbend für sie war.
„Ich hatte vor dem Rennen Angst“, so Vishnevskaya. „Ich wusste nicht, ob ich stark genug sein würde, um das Rennen zu Ende zu bringen. Nach dem Rennen war ich so froh, dass es vorbei war.“
Kaysheva glaubt, dass sie Chancen auf die Silbermedaille gehabt hätte, wenn sie nicht zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gestürzt wäre.
„Ich bin auf dem letzten Hügel gestürzt, das war natürlich Pech“, sagte sie. „Ich hätte eine bessere Zeit gehabt, wenn ich nicht gestürzt wäre.“
Das 7,5 Kilometer-Rennen der Damen beginnt am Montag, den 16. Jänner um 12:45 Uhr.


