1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Russisches Duo Mozgov und Yanovskaya liefern glänzenden Auftritt beim Eistanz

17. Jänner 2012

Sergey Mozgov (RUS) war überglücklich mit seiner Leistung und der Leistung seiner Partnerin Anna Yanovskaya (RUS), sogar schon bevor er erfahren hatte, dass sie in der heutigen Eistanz-Kür Gold gewonnen hatten.

Beim Interview in der Kiss-and-Cry-Area sagte Mozgov, während er auf die Bewertung bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen wartete, dass er nach ihrem glänzenden Auftritt im Olympic Ice Stadium einfach nur glücklich sei.

„Ich war mit unserem Lauf sehr zufrieden“, so Mozgov.

Mozgov und Yanovskaya, die auch nach dem Kurzprogramm am Sonntag auf Platz eins lagen, wurden mit insgesamt 149,96 Punkten bewertet. Nachdem sie sich den obersten Platz auf dem Podium gesichert hatten, waren die beiden außer sich vor Freude.

„Ich konnte nicht glauben, dass wir gewonnen hatten, denn neben uns waren noch zwei starke Paare auf dem Podium“, erzählte Mozgov. „Es ist ein schönes Gefühl, vor einer vollen Tribüne zu laufen. Viele im Publikum erwarteten eine starke Leistung von uns und das hilft sehr. Wir hatten uns für diesen Bewerb viel vorgenommen und uns die Aufgabe gestellt, gleich von Anfang an unsere beste Leistung abzurufen. Wir haben unser Ziel erreicht.“

„Dieser Sieg wird uns den Weg nach Sotschi [2014 Olympische Winterspiele] bereiten. Wir werden dort auf die stärksten Paare treffen.“

Aleksandra Nazarova (UKR) und Maxim Nikitin (UKR) holten sich die Silbermedaille mit 131,68 Punkten und das russische Duo Maria Simonova (RUS) und Dmitri Dragun (RUS) gewannen Bronze mit 125,22 Punkten.

Goldmedaillenträger Mozgov erwartete Glückwünsche von Freunden und Familie, aber nicht über soziale Netzwerke.

„Ich kommuniziere auf altmodische Art und Weise – über das Telefon“, erklärt er.

Yanovskaya gab zu, auf dem Eis etwas nervös gewesen zu sein, aber sie wurde schließlich ruhiger.

„Ich bin sehr glücklich, unser Bestes gegeben“, erzählte sie. „Es ist unsere beste Leistung in dieser Saison. Wir haben alle Elemente gut vorgeführt, wir haben unsere Höchstleistung gezeigt und die Noten waren gut.“

Das Paar arbeitet hart daran, auf dem Eis ein harmonisches Zusammenspiel zu erreichen, und verbringt sehr viel Zeit miteinander, was aber nicht immer so harmonisch abläuft.

„Es gibt kein Paar, bei dem alles immer gut läuft“, so Mozgov.

„Manchmal streiten wir, aber alles in allem haben wir ein gutes Verhältnis“, fügte Yanovskaya hinzu.

Wegen seines straffen Trainingsplans verbringt das russische Paar seine Freizeit lieber getrennt von einander.

„Wir sind ständig auf dem Eisplatz zusammen“, berichtet sie. „Unter der Woche sehe ich ihn öfter als meine Familie. Ich brauche auch Zeit ohne ihn.“

Das Paar freut sich auf den gemischten nationenübergreifenden Teambewerb am Freitag.

„Das ist der erste gemischte nationenübergreifende Teambewerb und ich wollte unbedingt daran teilnehmen“, so Mozgov. „Ich will sehen wie es ist, an einem Bewerb nicht nur als Paar sondern mit einer größeren Gruppe teilzunehmen.“

„Es ist interessant, weil jedes Team aus Eisläufern auf unterschiedlichem Niveau bestehen wird, weshalb das Ergebnis unvorhersehbar sein wird.“

Silbermedaillengewinner Nikitin musste erst realisieren, dass er und seine Partnerin es auf‘s Podium geschafft hatten.

„Wir sind völlig überrascht“, erzählt er. „Wir haben nicht mit einer Podiumsplatzierung gerechnet. Deshalb können wir uns noch nicht richtig über die Medaille freuen.“

Bronzemedaillengewinnerin Simonova gab auch zu, nervös gewesen zu sein.

„Es war hart, es war schließlich ein Olympischer Bewerb“, so Simonova. „Wir waren ein bisschen nervös. Wir hätten es besser machen können, aber wir glauben, dass wir den dritten Platz verdient haben und wir sind mit dem, was wir erreicht haben, zufrieden.“

„Ich bin sicher, mein Handydisplay wird voll mit verpassten Anrufen sein.“

pairs

Sergey Mozgov und Anna Yanovskaya aus Russland während des Siegerlaufs bei der Eistanz-Kür.