Schwedens Superstars holen sich Gold im Eishockey der Frauen
22. Jänner 2012
Schweden holte sich mit einem 3:0 Sieg gegen Österreich im heutigen Eishockeyfinale der Frauen Gold, aber die Spielerinnen der Gastgebernation waren über Silber bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen genauso glücklich.
Emmy Alasalmi (SWE) führte die Schwedinnen mit zwei Toren zum Sieg, während Torfrau Sara Besseling (SWE) 27 Torschüsse halten konnte. Besseling und Schwedens andere Torfrau, Jessica Wahlstrom Hjorth (SWE), beendeten den Bewerb ohne in sechs Spielen auch nur ein Tor zu kassieren.
„Es ist das beste Gefühl auf der Welt“, so Besseling, für die Gold bei Innsbruck 2012 die Krönung einer bemerkenswerten Saison ist. Sie gehörte zu den 14 Spielerinnen des schwedischen Teams, die Gold bei den Olympischen Jugendspielen an die bereits bei der U-18 Meisterschaft Anfang des Monats gewonnene Bronzemedaille anknüpfen können. „Es ist ein super Gefühl“, freut sie sich.
Die Österreicherinnen lieferten ihr bestes Spiel im Laufe dieses Bewerbs. Bei ihrer zweiten 3:0 Niederlage gegen die Schweden in dieser Woche spielten sie defensiver, was sich in der Torschussbilanz niederschlug. Die Schwedinnen zählten 27 Torschüsse – nur noch halb so viele wie beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Vorrunde.
„Wir haben gezeigt, dass wir spielen können“, so Anna Meixner (AUT). „Wir machen Fortschritte. Fraueneishockey war bei den Jugendspielen mit dabei und das ist schon ein erster Schritt. Jetzt brauchen wir finanzielle Unterstützung (vom österreichischen Olympischen Komitee), um weitermachen zu können. Wir wollen diese Disziplin nicht verlieren.“
„Es ist ein großartiges Gefühl, es ist unglaublich, dass wir eine Medaille gewonnen haben“, erzählt Mannschaftskapitänin Tamara Grascher (AUT). „Wir haben eine Medaille geholt, keiner hat das von uns erwartet, aber wir haben‘s geschafft. Das ist echt eine tolle Leistung, es ist super, dass wir die Medaille haben. Jetzt wird man sicher mehr an Fraueneishockey denken und daran, dass wir auch spielen können.“
Die Österreicherinnen hatten die lautstarke Unterstützung des Heimpublikums, deren Heldinnen im ersten Drittel von Angriffen der Schwedinnen überhäuft wurden. Sobald die Schwedinnen eine gute Torchance herausspielen konnten, war Torfrau Paula Camilla Marchhart (AUT) jedoch der Aufgabe gewachsen.
Der österreichischen Angreiferinnen hatten es die meiste Zeit schwer und konnten keinen Schuss machen. Erst etwas mehr als vier Minuten vor Ende des ersten Drittels hatte Meixner einen Lauf zum Tor, sehr zur Freude der Fans.
Als die Österreicherinnen in der Unterzahl waren, punktete Alasalmi nach einem Bully in Minute 13:20 des ersten Drittels.
Lina Backlin (SWE) machte daraus mit einem Schlagschuss aus dem Stand in den letzten 10 Sekunden des zweiten Drittels ein 2:0. Jede Hoffnung auf ein Come-Back der Österreicherinnen wurde nach dem zweiten Treffer von Alasalmi in Minute 7:07 des dritten Drittels zunichte gemacht.
Als der abschließende Signalton ertönte, warfen die Schwedinnen ihre Handschuhe in die Luft, rissen sich ihre Helme herunter und stürzten zu ihrer Torfrau.
„Es ist eine großartige Erfahrung und wir hatten einfach Spaß, das gibt es vielleicht nur einmal im Leben“, so Backlin (SWE). „Es ist so ein großer Moment, einfach unbeschreiblich. Mir fehlen die Worte. Es bedeutet so viel für den schwedischen Fraueneishockey, wir sind im Vormarsch. Das war ein tolles Erlebnis für den Fraueneishockey in Schweden.“
Die Österreicherinnen schauten den Schwedinnen zu, wie sie sich freuten, und versammelten sich dann in ihrer Spielerbank.
„Unser Trainer hat uns gesagt, wir sollen stolz sein, dass wir es so weit geschafft haben“, erzählt Meixner. „Ich bin stolz auf diese Mannschaft.“
„Ich hoffe, dass Frauenhockey nach diesen Spielen beliebter denn je sein wird. Bestimmt werden viele andere Mädchen jetzt auch Eishockey spielen wollen.“
Schwedens Nr. 19 Maria Fuhrberg (links) und Nr. 22 Johanna Eidensten (rechts) feiern ein Tor im Eishockey-Finale der Frauen gegen Österreich. Schweden holte mit 3:0 die Goldmedaille.
Foto: IOC Young Reporter Alan Harris




