1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Schweiz sichert sich Gold im gemischten Curling-Bewerb

18. Jänner 2012

„Ich kann es noch gar nicht fassen. Wir hatten eine Strategie und sie war einfach perfekt“, so Brunner, dessen Mannschaft von seiner Mutter, Bridgette Brunner (SUI), trainiert wird.

„Sie sagte uns, dass wir gut spielten und so wie vorher weitermachen sollten.“

Die Trainerin, eine frühere Schweizer Landesmeisterin, ist voll des Lobes für ihren Sohn.

„Er ist ein toller Sohn und ein super Spieler. Er ist jetzt schon besser als ich“, schwärmt sie.

Die Italiener spielten sich mit Skipper Amos Mosaner ins Finale, als sie Kanada im Halbfinale mit 8:2 besiegten. Die Kanadier machten ihre Niederlage im letzten Spiel des Wettkampfs jedoch wieder wett, indem sie Schweden 6:4 schlugen und so Bronze holten.

Im Finale zu spielen, kam für die Schweizer überraschen, so der Second Romano Meier (SUI).

„Wir kamen hierher, um das Viertelfinale zu erreichen“, sagt er. „Ja, die Schweiz ist sonst schon ein Medaillenanwärter, aber wir wussten nicht, wie gut die anderen Länder spielen würden und es war das erste Mal, dass wir in einer gemischten Mannschaft gespielt haben.“

Italien legte ein Spiel wie aus dem Regelbuch hin und gewann unter anderem gegen die Kanadier, gegen die sie in einer Vorrunde (Robin System) 6:0 verloren hatten und 7:5 gegen die Vereinigten Staaten im Viertelfinale. Die USA waren bis zu diesem Zeitpunkt in sieben Spielen ungeschlagen. Italiens Bemühungen ließen beide Mannschaften in Tränen zurück.

„Wir können es noch gar nicht fassen. Wir wollten eigentlich nur ins Viertelfinale kommen, aber das ist noch besser“, so Mosaner.

„Wir sind ein bisschen traurig, weil wir die Goldmedaille wollten, aber wir freuen uns auch über Silber, weil wir nie erwartet hätten, so gut zu sein“, sagte Lead Arianna Losano (ITA).

Kanada erholte sich von seiner Niederlage im Halbfinale und errang Bronze.

„Es ist ein harter Schlag. In der ersten Hälfte haben wir etwas unsauber gespielt“, so Emily Gray (CAN). „Aber wir haben herumgealbert und waren aufgekratzt und spielbereit.“

„Gold wäre natürlich schön gewesen, aber Bronze ist auch toll. Es ist eine Medaille im Spiel gegen die besten Mannschaften der Welt, was kann man dagegen einwenden?“

Der gemischte Curling-Bewerb feierte bei diesem Turnier olympische Premiere und die Athletinnen und Athleten geben diesem Format eindeutig grünes Licht.

„Gemischtes Curling, bei dem Jungen und Mädchen zusammen spielen, macht Spaß. Der Unterschied ist gar nicht so groß, obwohl das Wischen besser läuft, weil die Jungs stark sind“, so Stine Haalien (NOR).

Der Welt-Curlingverband sieht es als großen Erfolg.

„Die Standards waren sehr gut für ihr Alter“, so der Sprecher des Verbands, Danny Parker (GBR). „In vielen Fällen haben die Nationalen Olympischen Komitees ihre besten Spieler ausgewählt. Die meisten Spiele gingen sehr knapp aus.“

„Alle Athletinnen und Athleten, mit denen ich gesprochen habe hatten großen Spaß dabei, andere Sportler und Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen.“

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Das Schweizer Curling-Team Michael Brunner, Romano Meier, Elena Stern und Lisa Gisler (v.l.) feiern ihren Sieg gegen Italien.

Foto: IOC Young Reporter Diacounda Sene

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Die Schweiz feiert ihre Goldmedaille im Curling. Michael Brunner umarmt Lisa Gisler und Elena Sterns und Elena Stern umarmt Romano Meier nach dem Finale des gemischten Curling-Bewerbs gegen Italien (v.l.).