1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Torhüter Kahkonen (FIN) ist Finnlands Held im dramatischen Finalspiel um die Goldmedaille

Torhüter Kaapo Kahkonen riet im spannenden Eishockeyfinalspiel der Männer bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen am Sonntag zwei Mal richtig und verhalf den Finnen so zum 2:1 Penalty-Sieg über Russland.

„Sie (die Russen) sind nicht wie die Kanadier, die gern schießen“, so Kahkonen. „Sie täuschen lieber an.“

Die Russen waren nur noch 62 Sekunden vom Sieg bei Innsbruck 2012 entfernt, als der Finne Waltteri Hopponen das 1:1 herbeiführte, während Kahkonen im Austausch für einen zusätzlichen Spieler auf der Bank saß.

Es kam zu einer Nachspielzeit und als der Gleichstand nicht aufgelöst werden konnte, gab es ein Shootout.

Manu Honkanen (FIN) war als Erster dran und bugsierte einen 10 Fuß langen Handgelenkschuss an Torhüter Sergey Korobov (RUS) vorbei ins Tor.

Maxim Lazarev (RUS) war der Nächste und Kahkonen ließ sich von seinem Antäuschmanöver nicht in die Irre führen, was Finnland nach der ersten Runde einen Vorsprung verschafft hatte.

Der eindrucksvolle Kasperi Kapanen (FIN) konnte die Führung der Finnen anschließend mit einem Handgelenkschuss auf 2 Tore ausbauen.

Teamkapitän Ivan Nikolishin (RUS) ging für Russland ins Rennen, aber auch sein Antäuschmanöver scheiterte, als Kahkonen den Ball hielt und diesmal brachte das vereitelte Tor den Finnen Gold bei den Olympischen Jugend-Spielen ein.

„Was für eine Leistung“, lobte Kapanen seinen Torhüter.

„Das ist wahrscheinlich mein bestes Spiel“, so Kahkonen.

Kapanen war sobald er auf dem Eis war eine Gefahr in der Offensive für die Russen und er genoss es sichtlich, beim Shootout im Rampenlicht zu stehen.

„Ich bin gerne derjenige, der den Sieg für die Mannschaft holt“, so der Finne. „Ich mag den Druck.“

Die Finnen waren hoch erfreut, nach dem Spiel die Goldmedaille von ihren Hälsen baumeln zu lassen.

„Es ist genial. Es ist ziemlich aufregend“, so Jaakko Halli (FIN).

Kahkonen war wie ein Fels im finnischen Tor. Spät im ersten Drittel gab es eine große Aufregung, als er zwei Mal denselben Spielzug der Russen mit einem Pad Save vereitelte.

Das Finalspiel fand in atemberaubender Geschwindigkeit statt. Kaum waren die Russen in der Offensive, mussten sie einen Moment später zurückeilen, um ihr Tor zu verteidigen. Und es gab viele vernichtende Treffer.

Die Finnen drängten auf den Ausgleich und Kapanen betonte, dass sie nie die Hoffnung verloren hatten, auch nicht als sie in den letzten zwei Minuten immer noch im Rückstand waren.

„Ich glaube an meine Leute“, sagte er.

Während die Finnen nach dem Shootout feierten, war es besonders schmerzhaft für die Russen, dass sie die Führung in der letzten Minute der Regelspieldauer verloren hatten.

„Heute war nicht unser Tag, aber ich glaube fest daran, dass wir die Finnen 10 Mal besiegen würden, wenn wir 10 Mal gegen sie spielen würden“, so Nikolishin.

„Es ist schwer gegen sie zu spielen. Ihre Mannschaft ist technisch sehr gut. Für uns ist es leichter kraftvolle Spiele zu spielen und die Finnen haben uns unser Spiel nicht spielen lassen.“

„Wir waren heute nicht entspannt, ich finde wir haben toll gespielt“, fügte er hinzu.

„Wir wurden müde, weil wir nur 17 Mann im Team waren. Es war zu schwierig und wir waren ausgelaugt. Vielleicht hatten wir einfach nicht genug Energie.“

„Viele von den Jungs hatten Beulen und Blutergüsse, die sie das ganze Spiel über aushalten mussten, und das hat an ihnen gezehrt.“

Mens Hockey

Kasperi Kapanen aus Finnland feiert den Sieg über Russland im Eishockey-Finale der Männer.

Foto: IOC Young Reporter Tan Thiam Peng​

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Der finnische Waltteri Hopponen feiert sein Ausgleichstor gegen Russland in der letzten Minute des Eishockeyfinales der Männer.

Foto: IOC Young Reporter Tan Thiam Peng