1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Tuktamisheva (RUS) holt sich endlich Gold im Eiskunstlauf der Frauen – ihre größte Konkurrentin muss sich mit Silber begnügen

17. Jänner 2012

Sie musste sich schon so oft mit Platz zwei zufrieden geben, während ihre Landsfrau und Mitstreiterin den Ruhm erntete, aber am 17. Jänner, war Elizaveta Tuktamishevas (RUS) Zeit gekommen und sie holte sich Gold im Eiskunstlauf der Frauen.

Die Russin zeigte außergewöhnliche Routine bei der Darbietung ihrer Kür im Olympic Ice Stadium und sicherte sich mit einer Gesamtpunkteanzahl von 173,10 Punkten die Goldmedaille bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen.

Bis jetzt ist es noch nicht oft in der Geschichte dieser beiden Eiskunstlauf-Ausnahmetalente vorgekommen, aber Adelina Sotnikova (RUS) musste sich mit Silber begnügen, nachdem sie 159,08 Punkte erreicht hatte.

Die Chinesin Zijun Li holte sich mit 157,70 die Bronzemedaille.

Für Tuktamisheva war es ein Augenblick wahrhaftiger Freude, hier bei Innsbruck 2012 besser als ihre Konkurrentin abzuschneiden.

„Es ist wunderbar [Sotnikova zu schlagen]“, so Tuktamisheva. „Es ist ein großartiges Gefühl.“

Ihr Lauf war zwar nicht perfekt, aber ihre Mitstreiterin machte mehr Fehler.

„Ich habe hier nicht meine volle Leistung zeigen können“, erklärte Tuktamisheva. „Ich habe einige Fehler gemacht und ich hätte es insgesamt besser machen können, aber dennoch bin ich unglaublich stolz, dass ich die Goldmedaille gewonnen habe.“

Tuktamisheva, die 173,10 Punkte erreichte, fiel nach einem Sprung zu Beginn ihrer Kür hin. „Es fühlte sich an, als ob ich in der Luft fliegen würde und dann plötzlich fiel ich auf das Eis.“

Die Goldmedaillengewinnerin gab zu, dass es eine große Herausforderung war, bei Innsbruck 2012 als eine der Favoritinnen anzutreten.

„Es war schwierig für mich hierherzukommen und eine der Favoritinnen zu sein. Ich fühlte mich dadurch unter Druck gesetzt.“ „Man muss eine gute Leistung erbringen, wenn man diesen Status hat.“ Ich bin froh, dass ich meine Nervosität unter Kontrolle halten konnte“, so Tuktamisheva.

Silbermedaillengewinnerin Sotnikova räumte ein, dass sie nicht an ihren normalen Standard herangekommen sei und fand dafür keine Begründung.

„Ich weiß nicht was passiert ist, aber irgendetwas hat mich nervös gemacht“, so Sotnikova. „Ich habe versucht, Spaß beim Eislaufen zu haben, aber schlussendlich habe ich eine schlechte Leistung abgeliefert. Es war ein mentales Problem.“

Sie verpatzte einige Sprünge und war äußerst ehrlich in der Bewertung ihrer eigenen Leistung.

„Nachdem mein erster Sprung nicht gelang, versuchte ich einfach ihn zu vergessen und mit meiner Kür weiterzumachen“, erklärte sie. Als ich dann einen weiteren Sprung nicht schaffte, versuchte ich einfach weiterzulaufen.“

„Noch nie in meinem Leben bin ich so schlecht gelaufen.“

„Ich war einfach nicht gut genug, um auf dem Podest zu stehen“, gab sie ehrlich zu. „Ich bin enttäuscht, da mein Kurzprogramm in Ordnung war und meine schlechte Leistung bestürzt mich sehr.“

Im Gegensatz dazu war Zijun Li (CHN) hocherfreut über ihre eigene Bestleistung der Saison, mit der sie sich die Bronzemedaille sicherte.

„Ich freue mich sehr über diese Medaille und ich bin heute sehr gut eisgelaufen“, sagte sie. „Ich konnte meine volle Leistung zeigen. Jetzt hoffe ich, dass ich mich von Bewerb zu Bewerb weiter steigern kann.“

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Elizaveta Tuktamisheva aus Russland während ihres Programms im Eiskunstlauf der Frauen

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Adelina Sotnikova aus Russland im Eiskunstlauf-Bewerb der Frauen.