1. Olympische
Jugend-Winterspiele 13.-22. Jänner

Überglückliche Italiener sichern sich Goldmedaille im Zweierbob-Bewerb der Männer

22. Jänner 2012

Das italienische Duo Patrick Baumgartner und Alessandro Grande gewann in einem dramatischen Rennen am Sonntag den Zweierbob-Bewerb der Männer und holte sich bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen die Goldmedaille mit einem starken zweiten Durchgang.

Die Italiener gewannen mit einer Zeit von 1 Minute 49.14 Sekunden und belegten Platz eins nach einem starken zweiten Durchgang und einem Vorsprung von 0.18 Sekunden auf alle anderen Teams.

Das Duo musste in der Zielzone noch eine Zeit lang ausharren, um zu erfahren, ob sie gewonnen hatten, da die drei Bestplatzierten der ersten Runde erst nach ihnen ins Rennen starteten. Es kam jedoch keiner an die Italiener heran und das Duo zeigte sich überglücklich, nachdem sie von ihrer Goldmedaille erfahren hatten.

„Wir fuhren über die Ziellinie und ich habe unsere Zeit gesehen und da war ich einfach nur glücklich“, sagt Bremser Grande. „Dann sah ich Lettland auf den vierten Platz fahren und es war einfach nur toll.“

Österreich holte sich die Silbermedaille und Monaco sicherte sich Bronze.

Baumgartner freute sich, dass der Sieg ein großartiger Moment für ihn selbst, sein Team und Italien sei, das auch Gold im Doppelsitzer-Rodelbewerb bei Innsbruck 2012 holte.

„Alles was wir nach dem vierten Platz in der ersten Runde wollten, war eine Medaille“, so Steuermann Baumgartner. „Italien hat nicht gerade viele Medaillen bei diesen Spielen gewonnen, aber wir haben hier gleich zwei Goldene geholt und sind sehr glücklich darüber.“

Die Letten kamen als Erstplatzierte in den zweiten Lauf und konnten ihre Geschwindigkeit fast bis zum Schluss halten, allerdings fuhren sie bei den letzten Kurven aus der Spur und wurden schlussendlich Vierte.

Die Silbermedaille ging an Benjamin Maier (AUT) und Robert Ofensberger (AUT), die zwei konstante Rennen mit einer Gesamtzeit von 1:49.23 hinlegten.

Monacos Team, bestehend aus Pilot Rudy Rinaldi und Anschieber Jeremy Torre, gewann mit einer Zeit von 1:49.31 die Bronzemedaille als Fürst Albert II (MON), fünffacher Olympiasieger im Bobfahren und Mitglied des Internationalen Olympischen Kommittes (IOC), sie im Zielgelände anfeuerte.

„[Prince Albert] war sicherlich unsere Inspiration und der Grund warum wir zu dem Sport gekomemn sind“, so Rinaldi.

Den beiden Bronzemedaillengewinnern von Sonntag fehlt noch sehr viel Erfahrung im Vergleich zum Prinzen, da es ihr allererster Bobbewerb war.

„Ich bin noch nie zuvor ein Rennen gefahren“, so Torre. „Wir haben alles gegeben und es hat funktioniert. Das ist fantastisch.“

Rinaldi ist überzeugt, dass ein erster Geschmack auf Wettbewerbserfolg das Team anspornen wird, an weiteren internationalen Wettkämpfen teilzunehmen.

„Das bedeutet wir können so weitermachen wie bisher und vielleicht diesen Schwung in andere Wettkämpfe mitnehmen“, sagt er.

Prinz Albert gratulierte dem Team aus Monaco, als sie eine Ehrenrunde drehten.

„Zu sehen, dass die neue Generation jetzt langsam kommt und sich so gut schlägt, ist für mich sehr ergreifend“, so Prinz Albert.

Prinz Albert sagte ausserdem, dass er solz auf die Arbeit des IOC und Jacques Rogges (BEL), des Präsidenten des IOC, bei den Olympischen Jugendspielen sei.

„Das ist nicht nur ein Wettkampf für Jugendliche aus aller Welt, sondern auch ein toller Ort sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und mehr über die Olympischen Werte zu erfahren“, sagt er.

Mens Two Man

Patrick Baumgartner (links) und Alessandro Grande (rechts) aus Italien springen aufs Siegertreppchen um ihre Goldmedaillen im Zweierbob abzuholen.