Vlhova (SVK) kommt mit Gold im Slalom der Frauen endlich auf‘s Siegertreppchen
20. Jänner 2012
Petra Vlhova (SVK) hat bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen bereits zweimal knapp das Podest verpasst, aber am Freitag gewinnt sie endlich Gold beim alpinen Slalom-Bewerb der Frauen.
Für die Slowakei ist es die erste Medaille dieser Spiele, nachdem Vlhova beim Riesenslalom sowie in der Super-Kombination diese Woche nur Vierte wurde.
Vlhova wird die Medaille in Ehren halten.
„Ich werde sie bis an mein Lebensende behalten“, schwärmt sie.
Die 16-jährige Slowakin hatte eine Rennzeit von 1 Minute, 19,76 Sekunden und war somit 1,49 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte Roni Remme (CAN).
Remme holte sich die Silbermedaille mit einer Zeit von 1:21.25 und Ekaterina Tkachenko (RUS) schnappte sich mit 1:21.62 Bronze.
Auch für Remme war der heutige Tag eine wunderbare Entschädigung, nachdem sie in zwei Rennen ausschied und somit die Silbermedaille verlor.
Als Remme nach dem zweiten Lauf im Zielgelände wartete, standen ihre Chancen auf eine Medaille nicht gut. Allerdings schieden dann drei Topläuferinnen in ihrem zweiten Lauf aus und somit schaffte sie es doch noch unter die ersten drei.
Achtzehn Läuferinnen schieden schon im ersten Lauf aus, unter ihnen auch vier Medaillenträgerinnen der Olympischen Jugendspiele. Weitere sieben teilten dieses Schicksal im zweiten Lauf.
Die Pistenbedingungen waren schwierig, als sich der Regen zu Beginn des ersten Laufs in Schneefall verwandelte. Durch die warmen Temperaturen und Schneefall wurde die Piste weich und von Läuferin zu Läuferin schwieriger zu fahren.
Für Vlhova waren die Pistenbedingungen und der Nervenkitzel kein Problem. Nach dem ersten Lauf lag sie mit 0.90 Sekunden in Führung.
„Ich war nicht nervös, sondern eigentlich ziemlich entspannt“, sagt sie. „Ich sah, wie eine vor mir aus dem Rennen ausschied und auch das machte mir nicht aus.“
Vlhova will die erste Medaille der Slowakei bei den Olympischen Jugend-Winterspielen an einem „besonderen Ort“, neben ihren anderen Trophäen im Wohnzimmer ihrer Hütte in den Bergen aufbewahren.
Silbermedaillengewinnerin Remme gab zu, dass sie Schwierigkeiten hatte, freute sich aber umso mehr eine Medaille zu gewinnen.
„Gleich nach dem Start war‘s beide Male etwas holprig und unruhig, aber die Piste an sich war ok“, sagt sie.
„Den zweiten Teil der Piste hatte ich bei beiden Läufen gut im Griff und ich denke, das war ausschlaggebend.“
„Das ist wohl die aufregendste Leistung meines Lebens.“
Auch Tkachenko war begeistert über ihre Bronzemedaille.
„Ich fühle mich einfach fantastisch, denn ich hätte nie mit einer Bronzemedaille gerechnet. Ich kann es gar nicht glauben.“


