Patscherkofel
Disziplin: Ski Alpin
Der Patscherkofel ragt mit seiner runden, unbewaldeten Kuppe an seiner höchsten Stelle 2.246 m über den Meeresspiegel und verfügt über eine knapp vier Kilometer lange Pendelbahn. Bei einer Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde, beträgt die Fahrzeit von der Tal- zur Bergstation etwa eine Viertelstunde. In sportlicher Hinsicht wurde der Hausberg der Tiroler Landeshauptstadt im Ski-Alpin-Bereich bereits drei Mal zum Schauplatz geschichtsträchtiger Ereignisse.
So wurden 1964 und 1976, jeweils im Rahmen der Olympischen Winterspiele, die alpinen Speed-Rennen der Herren auf dem Patscherkofel ausgetragen. 1964 feierte der Vorarlberger Egon Zimmermann den größten Erfolg seiner Karriere, als er sich vor dem Franzosen Leó Lacroix und dem Deutschen Wolfgang Bertels den Abfahrts-Olympiasieg holte. 12 Jahre später konnte sich ebenfalls ein Österreicher seinen Platz in den Olympischen Geschichtsbüchern erkämpfen. In einem atemberaubenden Zweikampf mit dem Schweizer Bernhard Russi gewann der Kärntner Franz Klammer die Goldmedaille in der Abfahrt und wurde endgültig zur österreichischen Sport-Legende. Den dritten Platz sicherte sich damals der Italiener Herbert Plank. Einige Zeit später, am 21. Dezember 1998, erbrachte das österreichischen Skiteam eine einzigartige Leistung, die so wohl nie wieder zu sehen sein wird: Als Ersatz für den Super-G gerade erst in den Weltcupkalender gerutscht, feierten die Österreicher auf dem Patscherkofel mit Hermann Maier, Christian Mayer, Stephan Eberharter, Fritz Strobl, Rainer Salzgeber, Hans Knauß, Patrick Wirth, Andreas Schifferer und Werner Franz einen Neunfachsieg und lagen dabei alle innerhalb einer Sekunde.
Im Rahmen der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 werden auf dem Patscherkofel jedoch nicht nur die Speed- sondern sämtliche Ski-Alpin-Bewerbe ausgetragen.
Weitere Informationen auf der offiziellen Webseite: www.patscherkofelbahnen.at
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